Dominik Matzka

Komponist | Musikproduzent

Moderne Klassische Musik

Werke

“Blüh, Blüh!” (2019, Orchesterfassung)
für Sinfonieorchester
eingespielt vom Filmorchester Babelsberg

UNGESEHEN (2016)
für zwei Lautsprecher
Aufführung mit Tanz und Video (selbst produziert). Zusammenarbeit mit Maja Lamovšek (Tanz, Choreographie).

Als das Schaukelpferd erkannte, dass es sterblich war (2016)
für Altsaxophon, Violine, Violoncello und Klavier

Passacaglia (2016)
für Kammerorchester

Vier kleine Klavierstücke (2016)
zu verschiedenen Tageszeiten zu spielen

Röhre (2015)
für vier Tenorbassposaunen

Unter die Haut (2015)
für Djembé und Live-Elektronik

Tanzaufführung in Zusammenarbeit mit Flora Geißelbrecht (Komposition) und Chris Yi (Tanz, Choreographie)

Blüh, Blüh!“ (2015)
für zwei Blockflöten und Ensemble

Stück für Quki Ensemblée (2014)
für Baritonsaxophon, E-Gitarre, Akkordeon und Klavier

pEDALwECHSEL (2014)
für Pedalharfe

Stimmen aus meiner Biotonne (2012)
für Kammerorchester und Orgel

Rhapsodie (2010)
für Klavier

Streichquartett No. I (2009, überarb. 2019)


Arbeitsproben

UNGESEHEN
für zwei Lautsprecher

In diesem Video treffen eine Tänzerin und ein elektroakustisches Musikstück aufeinander. Ursprünglich war es als Begleitung zu Maja Lamovšeks Tanz gedacht, es macht sich aber auch gut als Musikvideo.

Folgende Fragen waren für uns wichtig: Wenn alles in Bewegung ist, was geschieht mit der Identität? Reist sie von einem Ort zum anderen innerhalb des Körpers? Und was be­findet sich jenseits der sichtbaren Körperformen?

Komposition und Video: Dominik Matzka
Tanz und Choreografie: Maja Lamovšek
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Als das Schaukelpferd erkannte, dass es sterblich war (2016)
für Altsaxophon, Violine, Violoncello und Klavier

Carlos Castanedas “Don Juan” zu lesen, war eine prägende Erfahrung für mich. So unberechenbar und magisch wie diese Bücher sollte auch mein Stück werden.

“Du hast keine Zeit, und bist doch von Ewigkeit umgeben. Welch ein Paradoxon für deine Vernunft!”

“Ohne das Bewusstsein vom Tode ist alles gewöhnlich, banal.”

“Horcht auf dieses Bellen. [Es] ist das Traurigste, was man hören kann. […] Das Bellen des Hundes ist die nächtliche Stimme eines Menschen. […] Er fleht seinen Tod an, zu kommen und ihn von den stumpfsinnigen, trostlosen Ketten seines Lebens zu befreien.”

(Don Juan in “Der Ring der Kraft. Don Juan in den Städten” von Carlos Castaneda)
Das Stück entstand im Auftrag der “Anderen Saite” – einer Konzertreihe Neuer Musik in Graz – und wurde von Mitgliedern des Schallfeld-Ensembles uraufgeführt.

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Passacaglia
für Kammerorchester

Geburt und Tod gehören für mich zu den unbegreiflichsten Dingen auf der Welt. In diesem eher turbulenten Stück wird ein musikalisches Element zuerst geboren und erlebt daraufhin einige drastische Veränderungen. Daher auch die Bezeichnung „Passacaglia“ – für einen Tanz mit Variationen.

Das Stück wurde von Studenten der Kunstuniversität Graz unter der Leitung von Dovilé Supienyte uraufgeführt.
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Vier kleine Klavierstücke
zu verschiedenen Tageszeiten zu spielen

Dieser Zyklus ist dem Instrument gewidmet, mit dem ich als Kind die meiste Zeit verbracht habe. Die vier Miniaturen transportieren auch den träumerischen, trance-artigen Zustand, in dem ich mich damals oft befand.

Die Aufnahme habe ich selbst eingespielt. Das Video ist direkt nach der Fertigstellung des Zyklus entstanden.
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Stück für Quki Ensemblée
für Baritonsaxophon, E-Gitarre, Akkordion und Klavier

“Vor einigen hundert Jahren entdeckte ein Mönch in Tibet die Technik des Kehlgesangs. Während eines Traums hörte er einen eigenartigen Klang, wie das Gebrüll eines Stieres, vermischt mit der hohen Stimme eines Kindes. Er konnte sich nicht erklären, woher der Klang kam… Als er aufwachte, wurde ihm bewusst, dass er selbst die Quelle des Klanges war.”
(aus J.E.Berendt: Rituals of Transformation, Stuttgart 1996, Network, eigene Übersetzung ins Deutsche)


Wenn man der Stille lange genug zuhört, geschehen seltsame Dinge. Klänge, die vorher kaum hörbar waren, werden lauter. Was vorher ein Moment war, erscheint wie eine Ewigkeit. Hier und da werden auch traumgleiche Klänge hörbar. Bei näherer Betrachtung bin ich es selbst, der das Hören macht. Wer also bin ich?

Das Quki-Ensemblée – Matej Bunderla (Saxophon), Julian Rogge (E-Gitarre), Yulan Yu (Klavier), und Ivan Trenev (Akkordion) – hat das Stück in Auftrag gegeben und mehrfach gespielt.
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Stimmen aus meiner Biotonne
für Kammerorchester und Orgel

Dieses Stück stellt einen Versuch dar, den Geruch von Kompost in Klänge umzuwandeln. Ausgangspunkt waren meine klanglichen (und poetischen) Assoziationen, es ging also nicht um synästhetische Entsprechungen. Die rhythmischen Strukturen sind dem Atemrhythmus nachempfunden. Biotonnen faszinieren mich, weil sie Zeugnisse von Verwesung und Tod (aber auch Wiedergeburt) in einer ansonsten sauberen urbanen Umgebung sind.
Video und Musik wurden als multimediales Gesamtkunstwerk angelegt. Die Aufnahme besteht aus instrumentalen Samples, die im Computer arrangiert wurden.

© 2020 Dominik Matzka

Thema von Anders Norén