
Hi! Ich bin Dominik, Musiker und Kulturwandler.
Wenn ich aus 25 Jahren als Komponist, Pianist und Sänger eines mitnehme, dann das:
Berührende Musik zu machen, heißt, berührbar zu sein.
Viele musikalische Herausforderungen – etwa das Lampenfieber oder die Angst vor dem weißen Blatt – haben mich im Laufe der Jahre zurückgeworfen auf meine eigene Gefühlswelt. Und wenn ein Song richtig gut ist, dann deshalb, weil ich vor Freude tanzen will, weinen muss oder Gänsehaut habe. Berührbar zu sein heißt aber auch, mitzubekommen, was in der Welt passiert. So hat mich in letzter Konsequenz die Musik zur Beschäftigung mit meinen Weltgefühlen geführt.
Meine Lebensreise
Als Teenager entdeckte ich, dass ich meine Gefühle am besten in Musik verpacken konnte. Die Lust am Geschichtenerzählen trieb mich von Anfang an in Richtung Filmmusik und Songwriting. Also studierte ich Filmkomposition und ging meine ersten Schritte als Liedermacher. Das Klavier und mein Homestudio waren für mich der Raum, in dem ich alles fühlen, erträumen und kreieren konnte.
Jeder weitere gelebte Traum bewirkte aber auch eine Veränderung in mir. Was ich zunächst als unvermeidliches Lebensgefühl akzeptiert hatte – eine „Filmmusik“ aus Einsamkeit, Ohnmachtsgefühlen und unterdrückter Wut – fiel mir mit Mitte Zwanzig auf die Füße. Ich konnte und wollte meinen emotionalen Rucksack nicht länger ignorieren. So kam eins zum anderen, und ich stand bald darauf im Rage Club als einer von 40 Teilnehmer*innen, und schrie mir die Seele aus dem Leib. Die Erfahrung, meine Wutkraft, meine Angst, meine Trauer und meine Freude ganz zuzulassen und zu navigieren, veränderte mein Leben. Meine Beziehungen wurden tiefer, meine Schritte wagemutiger. Auch auf der Bühne hatte ich ganz neue Flow-Erlebnisse.
Unterdessen war eine Menge passiert: Corona, der Ukraine-Krieg, der globale Backlash der Autokratien. Die zunehmende gesellschaftliche Spaltung war nicht mehr zu übersehen. Ein Teil meiner bislang unterdrückten Gefühle und Emotionen hatte auch mit dieser kollektiven Entwicklung zu tun. Mit neu gewonnenem Forscherdrang machte ich mich auf die Suche nach Menschen, die sich mit solchen weltbezogenen Gefühlen befassen, und stieß dabei auf die Tiefenökologin Joanna Macy.
„Wir glauben, so zerbrechlich und klein zu sein, dass es uns in Stücke reißen würde, wenn wir es uns erlauben, unsere Gefühle über den Zustand der Welt anzuschauen. Wir fürchten eine tiefe Depression oder Lähmung. Tatsächlich ist das Gegenteil richtig.“
Interview mit Joanna Macy in „Ursache/Wirkung No. 128: Verbundenheit“
Inspiriert von Macys Vermächtnis – und angeregt von meinen Erfahrungen im Kontext von Possibility Management nach Clinton Callahan – habe ich neue Formate entwickelt, um selbst handlungsfähig zu bleiben und einen Beitrag zum Wandel zu leisten. Kern meiner Arbeit ist der Unterschied zwischen
- Gefühlen, die zum Handeln da sind und
- Emotionen, die zum Heilen da sind.
Dieser Unterschied ist der entscheidende Schlüssel für radikal verantwortliches Handeln.
Fühlst du, dass die Welt dich etwas angeht?
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